Kai Hormann Fotografie
Kai Hormann Photography k-h-photo
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Kai Hormann Photography : Natur und Landschaftsfotografie aus dem Kreis Minden-Lübbecke.

© Kai Hormann

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DAS GROßE TORFMOOR

Vorwort: Dieser Artikel soll eigentlich nur Natur- und Fotografie-begeisterten Mitmenschen das Naturschutzgebiet „Großes Torfmoor“

näher bringen. Da ich dieses Moor schon seit frühester Kindheit kenne und mich, neben der Fotografie auch mit anderen

Themen wie z.B.  der Astronomie, Meteorologie, Paläontologie und Entomologie (Insektenkunde) schon sehr früh beschäftigt habe,

möchte ich hier einfach meine  Beobachtungen und die daraus für mich resultierenden Schlussfolgerungen darstellen.


Natürlich sollen die hier von mir gemachten kritischen Bemerkungen kein Statement gegen den Naturschutz, oder noch abwegiger,

gegen das Naturschutzgebiet „Großes Torfmoor“ sein.  Eigentlich ist es das genaue Gegenteil! Das Moor und seine Bewohner sind mir,

nicht nur aus fotografischer Sicht, ans Herz gewachsen und ich versuche genau aus diesem Grund meine Gedanken als stiller,

aber aufmerksamer Beobachter in Worte zu fassen.


Kurz gesagt: Meine Sichtweise hat vermutlich keinerlei Einfluss auf die weitere Vorgehensweise im großen Torfmoor.  Als meine persönliche,

von Vereinen, Fördergeldern, Ideologien, kurzfristigen Erfolgen und auch Berufs-unabhängige Meinung ist sie vielleicht dennoch von Interesse.

 

Großes Torfmoor. Luftaufnahme aus westlicher Richtung.

Das große Torfmoor zwischen Mittellandkanal und Wiehengebirge.

Der 1912 fertig  gestellte Mittellandkanal begrenzt das Moorgebiet

heute an seiner nördlichen Seite.

Luftaufnahme aus westlicher Richtung.

Großes Torfmoor bei Lübbecke.  Luftaufnahme aus südlicher Richtung.

Großes Torfmoor aus südlicher Richtung. Ein Großteil der,

das Moor umgebenden Bäume wie z.B. Pappeln  ist oder wird dem

Naturschutz zum Opfer fallen und somit das Landschaftsbild

dieser Region nachhaltig verändern.

Moos Sporenkapsel. Torfmoose sind die Grundlage für die Entstehung eines Hochmoor.

Detailaufnahme einer Moos Sporenkapsel. Torfmoose sind die

Grundlage für die Entstehung eines Moorgebiets wie dem großen

Torfmoor. Für das Wachstum benötigen Moose im allgemeinen viel

Feuchtigkeit . In örtlichen Wäldern wachsen sie daher häufig

auf der Wetterseite ( Westen ) von Baumstämmen und Felsen .

An freistehenden Bäumen findet man Moos eher auf der

schattigen Nordseite der Stämme.

Das große Torfmoor im Frühjahr

Das große Torfmoor im Frühjahr. Leider trocknen die im Herbst

und Winter entstandenen Feuchtbereiche  in den Sommermonaten

zu einem großen Teil wieder aus.

Ein Winterabend im großen Torfmoor

Ein Winterabend im großen Torfmoor. Niederschläge in der kalten

Jahreszeit helfen dem Moor Wasser zu speichern. Ein gefrorener

Boden begünstigt dies für kurze Zeit in den Wintermonaten.

Wollgras im großen Torfmoor ( Hiller Moor )

Wollgras in der Abendsonne. Die Bezeichnung Wollgras leitet sich

bei diesen Gräsern nicht von ihren relativ unscheinbaren Blüten,

sondern den Baumwoll-ähnlichen Fruchtständen ab. Die mit den

einzelnen Pflanzensamen verbundenen Fäden dienen dabei der

Verbreitung durch den Wind.

Sumpf und Bruchwald im westlichen großen Torfmoor

Sumpf und Bruchwald im westlichen Bereich des großen Torfmoor.

Flächen wie diese wird es vielleicht bald nicht mehr geben.

Morgenrot über dem großen Torfmoor.

Morgenrot über dem großen Torfmoor. Der kleine Tümpel im Vordergrund verlandet im Sommer meistens vollständig.

ÜBER MICH UND MEINE UMGEBUNG

Von: Kai Hormann

Weitere Aufnahmen aus dem Großen Torfmoor gibt es in der Fotogalerie, unter der Rubrik: "Natur und Landschaft" zu sehen.


FOTOPUNKTE: WIEHENGEBIRGE & GROßES TORFMOOR

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Entstehung und Geschichte.

Namensgebung und Lage.

Das Naturschutz Gebiet „Großes Torfmoor“ liegt zwischen dem Wiehengebirge und dem Mittellandkanal im Kreis Minden Lübbecke.

Durch die angrenzenden Ortschaften wird es, je nach Ortszugehörigkeit, auch gerne als Nettelstedter Moor, Eilhauser Moor,

Gehlenbecker Moor oder als Hiller Moor bezeichnet. Ortsübergreifend hat sich eigentlich der Begriff  Großes Torfmoor etabliert.

 

Das Moorgebiet zählt mit ca. 470 ha Fläche zu den größten Hochmooren/Regenmooren in NRW.

In der Saale Eiszeit vor 180000 – 240000 Jahren zwangen Gletschermassen die Weser in ein Gebiet,

welches durch die Wasser-undurchlässigen Ablagerungen des Flusses, die Grundlage für die Entstehung des großen Torfmoors erhielt.

Im Laufe der Jahrhunderte konnte sich Regenwasser und anderer Niederschlag in diesem natürlich entstandenen Becken sammeln

und begünstigte damit das Absterben der ursprünglichen Vegetation und die Ansiedelung der ersten Moor-Typischen Pflanzen und

Moosflächen.


Da die abgestorbene Biomasse in dieser feuchten und Sauerstoffarmen Umgebung nicht, wie in anderen Gebieten üblich,

schnell von Mikroorganismen zersetzt wurde, bildete sich daraus eine Torfschicht, die mit Hilfe der nachwachsenden Pflanzen/Moose,

langsam immer stärker wurde und in die Höhe wuchs.


Auf Grund dieser Entstehung lässt sich das große Torfmoor  heute in die Reihe der Hochmoore bzw. Regenmoore zuordnen,

obwohl einige kleinere Seen im östlichen Bereich auch durch Bäche mit  Oberflächenwasser versorgt werden.

Menschliche Eingriffe.

Wie in vielen anderen Moorgebieten auch, wurde im großen Torfmoor, im Zuge der wachsenden Besiedelung durch menschliche Eingriffe

versucht, das Gelände mit Hilfe von Entwässerungskanälen für die Landwirtschaft trocken zu legen und nutzbar zu machen.

Der dort zu findende Torf wurde wiederum mühevoll von Hand gestochen und diente im getrocknetem Zustand als Heizmaterial

für die heimische Bevölkerung.


In späterer Zeit kam dann noch ein maschineller Torf-Abbau hinzu, der im großen Torfmoor allerdings hauptsächlich der Gewinnung

von Heilerde/Schlämmen für die medizinischen Bäder in den umliegenden Kur-Orten diente. Noch heute wird in diversen anderen

Moorgebieten großflächig Torf abgebaut um ihn als billige, aber für die Natur leider teuer erkaufte, Blumenerde für den heimischen

Garten zu vermarkten.


Wer also etwas zu Schutz der Moore beitragen möchte, sollte möglichst auf Torfhaltige Blumenerde verzichten und sich statt dessen lieber

einen Komposthaufen im Garten anlegen. Zumal Komposterde wesentlich nährstoffreicher als der naturgemäß nährstoffarme Torfboden ist.

Fledermaus bei der Jagd nach Insekten.

Eine Fledermaus bei der Jagd. Diese Tiere kann man an warmen

Sommerabenden in der Dämmerung beobachten. In den

Randgebieten des großen Torfmoor  sind sie über den verbliebenen

Wasserflächen auf der Suche nach Insekten unterwegs. Der in der

Nähe verlaufende Mittellandkanal, dient den Fledermäusen ebenfalls als Jagdgebiet auf der Suche nach Wasserläufern, Mücken,

etc.   

Adonisjungfer bei der Paarung.

Adonisjungfer bei der Paarung. Das große Torfmoor bietet vielen

Libellenarten und andern Insekten einen Lebensraum. Leider ist

der Insekten Bestand stark rückläufig.

Schutz und Renaturierung.

Anfang 1970 startete man schließlich erste Versuche, das große Torfmoor durch Wiedervernässung und andere Maßnahmen,

in den, vermeintlich, ursprünglichen Zustand zu versetzen. Um diesen ursprünglichen Zustand des großen Torfmoors

zu erfahren, bedurfte es vermutlich umfangreicher Bodenproben nebst entsprechender paläobiologischer Pollen- und

Pflanzenanalysen aus den einzelnen ursprünglichen Moorbereichen, um Hinweise auf die frühe, nacheiszeitliche Vegetation

dieses Gebietes zu bekommen.  


Mit Hilfe der voran genannten Pollenanalyse lassen sich in etwa auch die damaligen klimatischen Verhältnisse rekonstruieren

aber leider nicht wieder herstellen. Auch der Einfluss einer damals vermutlich völlig anderen Vegetation des Umlands

(Wälder/ Bruchwälder, keine bzw. kleinere Ackerflächen) auf das damalige regionale Mikroklima, wird dabei unter Umständen  ausser Acht

gelassen.


Es bleibt also nur die Möglichkeit, die Renaturierung z.B. mit Hilfe der Erfassung von positiven oder negativen Indikator-Pflanzen

zu beobachten/lenken, um möglichst nahe an eine „Lehrbuch-Definition“ eines Hochmoores zu kommen.

Für einen langjährigen Beobachter dieses  Gebiets ist das augenfälligste Beispiel der Kernbereich des großen Torfmoores,

der nahezu komplett von Bäumen und größeren Büschen befreit wurde, um den Wasserverbrauch/die Verdunstung durch diese

Pflanzen in diesem Gebiet zu drosseln.


Durch frühe, rigoros betriebene Maßnahmen der Wiedervernässung wäre ein Großteil dieser Baum- und Straucharten vermutlich auch von

selbst abgestorben. Normalerweise entledigt sich ein gesundes und intaktes Hochmoor/Regenmoor von selbst seiner Bewaldung,

da es die dort wachsenden Bäume etc. im Laufe der Zeit buchstäblich einfach ertrinken lässt.

Klimawandel und Mikroklima.

Leider geht auch der allgemeine Klimawandel nicht am Kreis Minden Lübbecke vorbei und zeigt sich mit milderen, niederschlagsreichen

Herbst und Wintermonaten sowie einem trockenen und teilweise sehr warmen Frühling und Sommer.

Gerade in den Sommermonaten werden diese längeren Trockenperioden häufig nur durch örtliche Wärmegewitter unterbrochen.  


Ein intaktes Moor hat hierbei auch einen, nicht unerheblichen Einfluss auf das regionale Wettergeschehen/Mikroklima, da es in den heißen

Sommermonaten mit Hilfe seiner Feuchtgebiete/Seen/Tümpel Verdunstungskälte an die Umgebung abgibt und damit warme

und mit hoher Luftfeuchtigkeit gesättigte Luftmasse zu Kondensation/Wolkenbildung anregt. Genauer gesagt, ein gesundes Moorgebiet hilft

sich bei der Beschaffung von wichtigen Niederschlägen selbst. Wird die Wiedervernässung/ Renaturierung allerdings nicht konsequent

und in der passenden Reihenfolge betrieben, kehrt sich dieser Effekt vielleicht im schlimmsten Fall in das Gegenteil!


Der dunkle, im Sommer relativ trockene und mangels Bäumen, unbeschattete Torfboden, speichert die durch Sonneneinstrahlung erzeugte

Wärme und gibt sie, besonders in den kühlen Abend und Nachtstunden, in Form einer über dem Gebiet stehenden Thermik-Blase wieder ab.

Das Resultat ist, zumindest nach meinen Beobachtungen, dass die in den Sommermonaten, trotz Klimawandel immer noch entstehenden

Wärmegewitter, von der Moor-eigenen Thermik verdrängt werden und den, für das Moor so wichtigen Niederschlag größtenteils im Umland

abgeben. Das leider nicht intakte Moor gräbt sich also in den Sommermonaten vermutlich das Wasser und damit auch seine

Lebensgrundlage selbst ab.  


Auch der, in den Sommermonaten immer öfter ausbleibende Bodennebel über dem großen Torfmoor zeigt meines Erachtens nach,

dass die im Torfboden gespeicherte Wärme und mangelnde Luftfeuchtigkeit eine Kondensation verhindert. Die momentan laufende

Ausdünnung des Baumbestands in den  Randgebieten wird diesen Effekt wohl eher verstärken als abmildern. Ebenso wird auch dort nur ein

kleiner Teil des geschlagenen Holz als, z.B. für Pilze und Insekten wichtiges Totholz in der Natur belassen. Gerade der westliche Teil des

Moores mit seinen, leider immer kleiner werdenden Bruch- und Sumpfwäldern, sowie der östliche Bereich mit den nährstoffreicheren

Frischwasser-Teichen, sollte  daher in meinen Augen einfach unangetastet bleiben.


Auch die größten Bäume sind in Minuten gefällt und für den Abtransport zerkleinert. Natürlich benötigten diese Bäume Wasser,

aber sie stellten immerhin einen Lebensraum für diverse Tierarten dar, spendeten Schatten und dienten an den immer seltener werdenden

Nebeltagen als Tau-Fänger. Der Lebensraum oder die Brutmöglichkeiten, den diese Bäume boten, Ist für Jahrzehnte verloren.  

Flora und Fauna.

Natürlich freut es mich, wenn sich im umgestalteten großen Torfmoor seltene oder selten zu beobachtende Vogelarten niederlassen bzw. Das

Moor als Rast anfliegen, aber dieser, wenn auch medial wirksame Erfolg, sollte nicht zu Lasten der übrigen Flora und Fauna gehen.

Das große Torfmoor und insbesondere seine, noch mit Baumbestand bewachsenen Randgebiete bietet einer Vielzahl von Amphibien,

Reptilien, Insekten und anderen Wildtieren und Pflanzen einen wichtigen Lebensraum.

Es bleibt nur die Hoffnung, dass dieser vorhandene, intakte Lebensraum nicht einer dogmatischen Zielsetzung zum Opfer fällt.  


Ein weiterer, vielleicht sogar der wichtigste Grund zum Handeln, ist der dramatische, Arten-übergreifende Rückgang der Insekten-Population.

Alleine in den vergangenen ca. 30 Jahren hat der Bestand an Insekten in Deutschland, laut aktuellen Studien, um ungefähr 75 Prozent

abgenommen! Natürlich ist dies eine ortsübergreifende Situation und nicht der Renaturierung eines Moores und erst recht nicht dem

Naturschutz anzulasten.


Der Bestandsrückgang ist vermutlich dem übermäßigen Einsatz von Insektiziden und Pflanzenschutz-Mitteln im Zuge

von, in den letzten Jahrzehnten stark zugenommenen landwirtschaftlichen Anbau von sogenannten Energie-Pflanzen wie z.B. Raps oder Mais

zu zuschreiben. Leider wird dieser wirklich ernstzunehmende Zustand von der Politik und den Naturschutzverbänden zwar registriert,

doch passende Gegenmaßnahmen bleiben bisher, wohl dank erfolgreicher Lobbyarbeit, leider aus.  


Auch die, vermeintlich dem Naturschutz dienenden, Eingriffe im großen Torfmoor können den für uns alle folgenreichen Rückgang des

Insektenbestandes in absehbarer Zeit nicht rückgängig machen, aber vielleicht wäre unseren kleinen Mitbewohnern schon ein wenig geholfen,

wenn das Mähwerk etwas weniger exzessiv eingesetzt würde und das geschlagene Holz einfach im Moor verbleibt, oder gar nicht erst

geschlagen wird. Der Erfolg würde voraussichtlich erst ein paar Jahre später sichtbar.


Eine, mangels Bestäuber-Insekten, leere Obst- und Gemüse-Theke im Supermarkt sowie ein, mangels Nahrungsgrundlage für Amphibien,

Reptilien, Vögel, etc., sehr stilles Moor wäre die zu erwartende Alternative. Veränderte Umstände sollten vielleicht zu einer anderen

Handlungsweise führen, bei der es zumindest aus meiner Sicht wünschenswert wäre, dass auch die Prioritäten der Vergangenheit weniger

Einfluss dabei hätten.    

Teichfrösche in der Paarungszeit.

Teichfrösche in der Paarungszeit. Obwohl sie laut einschlägigen

Quellen als „Bastarde“ oder „Hybriden“ bezeichnet werden, sind

diese Amphibien im großen Torfmoor sehr erfolgreich verbreitet.

Persönliches Fazit.

Im Idealfall wird das große Torfmoor wirklich innerhalb absehbarer Zeit zu einem vorzeigbaren und den Lehrbüchern entsprechenden

 Hochmoor/Regenmoor renaturiert. Vielleicht wird dies aber auch nicht so schnell oder, auf Grund von Fehlentscheidungen,

sogar garnicht geschehen und die Verantwortlichen sollten den Fokus bei der Renaturierung eher auf eine möglichst breite biologische Vielfalt

und Artenreichtum setzen. Auch wenn das Ergebnis unter Umständen Marketing- und Fördergeld-technisch, nicht optimal verwertbar ist.

  

 Trotz all diesen persönlichen Kritikpunkten ist das große Torfmoor durch seine immer noch vielfältige Flora und Fauna ein lohnendes Ziel

für jeden Besucher, der dieses Gebiet mit Respekt für seine Bewohner und, im Zweifelsfall auch mit einem kritischem Auge betrachtet.


Insbesondere in den Abendstunden oder Frühmorgens wird die Landschaft häufig in ein wunderbares Licht getaucht.

Naturschutzgebiet großes Torfmoor im Kreis Minden Lübbecke.

Das Naturschutzgebiet Großes Torfmoor im Kreis Minden Lübbecke. Panorama aus nördlicher Richtung mit Blick auf das Wiehengebirge.

Tipps.

Auf den Parkplätzen, rund um das große Torfmoor, wurden in den letzten Jahren des öfteren Fahrzeuge aufgebrochen.

Aus diesem Grund sollten besser keine Wertgegenstände im Auto verbleiben.


Hunde sollten nach Möglichkeit ganzjährig an die Leine genommen werden, damit sie nicht  eventuell aufgescheuchten Hasen, Rehen, etc.

nachstellen können. Ich selbst habe in letzter Zeit ein paar mal Hilfe bei der Suche nach entlaufenen Hunden leisten müssen,

die laut Besitzer, „noch nie auf Wild angeschlagen haben“.

 

Mücken, Bremsen und andere Insekten können in den Sommermonaten lästig werden. Man sollte aber bedenken, dass man sich in ihrem

Territorium bewegt und nicht umgekehrt. Im Bedarfsfall kann ein Mückenschutzmittel und langärmelige Kleidung also von Vorteil sein.


Wildtiere sind immer ein lohnenswertes Motiv für einen Naturfotografen. Trotzdem sollte man Ihnen natürlich nicht nachstellen,

sondern einfach eine längere Brennweite nutzen. Wer sich ruhig und langsam im Moor bewegt, hat generell mehr Chancen auf passende

Aufnahmen. Brutgelege, Nester und vermeintlich verwaiste Jungtiere sind „no go Area“ !


Plastikflaschen, Tüten, Verpackungen und anderer Müll haben im Moor nichts zu suchen, also bitte wieder mitnehmen! Wer beobachtet,

dass dort illegal Müll entsorgt wird, sollte sich, wenn möglich, die Kennzeichen merken und an die Lübbecker Stadtverwaltung wenden.


Die mit Kalkstein geschotterten Rundwege im nördlichen Teil des großen Torfmoor sind bei Nässe selbst mit guten Wanderschuhen teilweise

sehr rutschig. Dies gilt auch für die angelegten Holz-Stege.


Erlebt und genießt das große Torfmoor als vielfältigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen! Wer möchte, das dies so bleibt,

der darf dort gerne Fragen stellen und sollte sich im Zweifelsfall nicht mit stereotypen Antworten zufrieden geben.

Wildtiere im großen Torfmoor.

Das große Torfmoor dient nicht nur dem Vogelschutz. Viele andere

Wildtiere wie z.B. Rehwild und Hasen finden in den Randgebieten

des Naturschutzgebiets ein passendes Revier.    

Fliegenpilze im westlichen großen Torfmoor.

Hübsch aber Giftig! : Fliegenpilze zählen nicht zu den typischen

Moorbewohnern. In den Bruchwäldern des westlichen

großen Torfmoors finden sie trotzdem optimale Bedingungen.